Torsten Haake-Brandt

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1. Rettet die Linda!



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5a371c65c0f225b67b63652ddb8d3e891229017037 Linda war die Kartoffel des Jahres 2007.

Linda ist gefährdet! Sie ist vom Aussterben bedroht.

Der drohende Verlust von Linda muß verhindert werden;
sie, die „Königin der Kartoffeln“, soll auf Druck eines marktführenden Zuchtkonzerns aus unserem Leben, aus unseren Töpfen, Bratpfannen, von unseren Tellern verschwinden.- In den Auseinandersetzungen um Linda geht es auch um die Frage, ob eine erfolgreiche Kartoffelsorte einfach vom Markt genommen werden darf oder nicht.

Torsten Haake-Brandt betreibt “Feldforschung” und kämpft nach agrar-künstlerischen Gesichtspunkten.

"Landwirtschaft dient allen"
von Torsten Haake-Brandt zum Themenschwerpunkt

Der Künstler Torsten Haake-Brandt macht sich Gedanken zur Zukunft der künstlerischen Landwirtschaft am Beispiel der Kartoffelforschung und ist überzeugt, dass eine breite Diskussion über den ungeschriebenen Vertrag zwischen der Kunst und der Landwirtschaft notwendig ist. In der gegenwärtig geführten Diskussion stehen agrar-künstlerische Aspekte im Zentrum, anstatt dass zuerst die pseudo-ökologischen und konstruiert-gesellschaftlichen Ziele bestimmt werden.

Dient die Landwirtschaft allen?

„Landwirtschaft dient allen!" Aufkleber mit diesem Text sah man in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts oft an deutschen Häuserwänden. Künstler wollten damit für sich und ihre K.-Druck-Arbeit werben. Die Aktion hatte Erfolg. Galerien und Museen wurde mit der Begründung staatlich unterstützt, dass die Selbstversorgung mit Kartoffel-Kunstprodukten auch in Notzeiten gewährt sei. Doch zurzeit wird die Unterstützung in Frage gestellt, denn die Kunstwelt produziere zu viel und zu teuer. Die Therapie lautet: Strukturanpassung. Größere Ausstellungshallen, mehr Galerien und weniger Künstler. Eine solcher Knollen-Kunstmarkt, der nur noch durch die Marktkräfte gesteuert wird, verliert seine vielfältigen Dienstfunktionen. Er dient nicht mehr allen, sondern nur noch kurzfristig einigen Großsammlern.

Die Kunstgesellschaft muss der Landwirtschaft dienen.

Die Herausforderung der Zukunft der künstlerischen Landwirtschaft wird verkehrt angegangen, indem die nebensächlichen Fragen vor die zentralen gestellt werden. Die Fixierung auf die Inhalte lässt die vielfältigen Bedeutungen der künstlerischen Landwirtschaft für die Ökologie, die Kultur, das soziale Zusammenleben und den Kunst-Tourismus zur Nebensache werden.
Eine breite Diskussion über den Gesellschaftsvertrag ist notwendig.

„Landwirtschaft dient allen!" Diese Botschaft muss heute eindringlich betont werden, denn ihre Kartoffel-Druck-Leistungen sind für viele nicht mehr selbstverständlich. Die künstlerische Landwirtschaft wird aus dieser Sicht überflüssig. Dass damit Kunstboden zerstört und Arbeitsbedingungen schlechter werden, dass die kreative Souveränität und Produktivität gefährdet sind, bleibt verschwiegen. Künstler sollen nicht mehr unterwürfig auf die Selbstverständlichkeit hinweisen, dass die Landwirtschaft allen dient, sondern dürfen und müssen selbstbewusst betonen, dass langfristig ohne ihre Kartoffeldrucke kein Auto fährt, kein Haus gebaut wird und keine Börsentransaktion funktioniert. Neu soll gelten:

Die Gesellschaft muss der künstlerischen Landwirtschaft dienen!

Fortsetzung folgt.






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Selbst mit Raschelsack-Serviette

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Selbst mit Raschelsack-Taschentuch

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Selbst als Kartoffelkopp

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Selbst mit Raschelsack-Strümpfen

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Torsten Haake-Brandt

1. Rettet die Linda!

Vita

Torsten Haake-Brandt
lebt und arbeitet / lives and works / in Hamburg
1958 geboren / born / in Kiel
1980-82 Studium der Freien Kunst / studies of art / Kassel
1991-92 Arbeitsstipendium / work stipend / Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1993 "Warum gerade ich?", Kunst statt Werbung, NGBK, Berlin
1998 Arbeitsstipendium des / work stipend of / Landes Berlin
Arbeitsstipendium / work stipend / Kunstfonds Bonn
2001 Katalogförderung / Catalogue funding /, Senat für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Berlin
2008 KWW-Stipendium, Künstlerdorf Schöppingen


Ausstellungen

Einzelausstellungen /Auswahl) / Personal exhibitions (selection)
1992 Umgraben, Künstlerhaus Bethanien, Berlin (K)***KX, Kunst auf Kampnagel, Hamburg***Kapinos Schauraum, Berlin***Staatsratsgebäude in Ostberlin, Büro des ehem. Staatssekretär der DDR, in Zusammenarbeit mit Michael Kapinos***Büro Haake-Brandt, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, Potsdam***Büro Haake-Brandt, (5 Min. Verwaltung) ZKM, Karlsruhe
1995 Lokaal 01, Breda, Holland***Von 9 bis 5, Dogenhaus Projekte Berlin, Berlin
1999 GEUSTERMOR, Vortragsinstallation, HdK Braunschweig, Kunstverein Freiburg , Kunsthalle Hamburg***GEUSTERMOR (Auto-Repeat), Museumsakademie Berlin
2000 GEUSTERMOR, Edith-Ruß-Haus, Oldenburg
2001 1. Fachgeschäft für Nichts, Galerie Helen Adkins, Berlin***Vom GEUSTERMOR zum 1. Fachgeschäft für Nichts, Kunstverein Hannover
2004 SONDERPOSTEN,1. Fachgeschäft für Nichts, Kunstverein Schwerin
3 – Ein richtig schöner Erfolg, Galerie Bild und Wort, Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl) / Group exhibitions (selection)
1991 Le Monde Critique, Neue Kunst in Hamburg, Kunstverein (K)
1993 Galerie Michel Vidal, Paris
1993 Promotional copy , New York (K)
1994 Von kurzer Dauer, Performance-Tage im Künstlerhaus Bethanien, Berlin,
Märkisches Stipendium, Lüdenscheid
1995 All work no play, Festspielhaus Hellerau, Dresden
My name is nobody, Dirty Windows Gallery, Berlin
1996 All work no play, Acme, Los Angeles
acumulus, Lokaal 01, Breda, Holland
Wrestling with the Sublime, Contemporary German Art from the 1970s through the 1990s, Main Art Gallery, Fullerton, USA (K)
1997 Faktor Arbeit, NBGK, Berlin (K) und Dresden
Hybrid WorkSpace, documenta X,Videopräsentationen (gekaute Kamera) und Podiumsdiskussion zur Zukunft der Arbeit, Kassel
1998 Interim, Schloss Plüschow, Mecklenburg Vorpommern (K)
art club (Video), Mies van der Rohe Pavillon, Barcelona
1999 art club berlin (Video), Information Pavilion Berlin, AU base NY
2000 Arbeitsgeist, Galerie für zeitgenössische Kunst und Arbeitsamt Leipzig
2001 Skulpturen IX, GEHAG FORUM, Berlin
Prominente in der Werbung, Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Bonn
TOP 100, Galerie Helen Adkins, Berlin
2002 Art-On Galerie, Berlin
2003-04 Büro für Landschafts-Kapitalismus (ebay global exhibition)

Seit 2005
Liebe Linda, Arbeit als Kartoffel-Verkäufer, -Künstler -Schriftsteller und –Dichter
2009
Liebe Linda, Neuerscheinung, Kurzgeschichten und Gedichte, Karin Kramer Verlag, Berlin