Torsten Haake-Brandt

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7. Der perfekte Kartoffelköder



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5a371c65c0f225b67b63652ddb8d3e891229080325 Der Aal und die Kartoffel

Liebe Linda,
beim Angeln ist neben dem richtigen Angelgerät, Futtermischung und Angelplatz, vor allem die Wahl des richtigen Köders entscheidend für einen erfolgreichen Angeltag. Vielmehr ist die Wahl des richtigen Köders daran gebunden, welchen Fisch man fangen möchte. So kann man beim Fischen auf Aal nur natürliche Bio-Erd-Köder verwenden.
Oft wird als typischer Angelköder der Wurm genannt. Beim Fischen wird dieser jedoch immer weniger benutzt. Die meisten Angler verwenden inzwischen die Kartoffel.
Der Gebrauch von Kartoffeln als Köder beim Aalangeln ist unerlässlich. Man unterscheidet zwischen 3 Arten von Kartoffeln. Zum einen gibt es kleine rohe und dann die in Flußwasser gekochten Pellkartoffeln. Zum Anderen die überaus geeignete Lunestedter Taukartoffel, welche in den seltesten Fällen erhältlich ist.
Kompostkartoffeln eignen sich nicht gut zum Fang, diese sondern einen, dem Aal unangenehmes Sekret ab, weshalb Anbisse meistens ausbleiben.
Beim Angeln setzt man neuerdings auf die Schaschlikmethode. Hierbei werden 3-5 kleine Kartoffeln auf einen 12er Haken gezogen. Die in Deutschland, aufgrund von Bedenken bezüglich Krebserregung, immernoch überall erhältlichen weissen Billig-Erdäpfel sind für ihre besondere Nicht-Fängigkeit bekannt und man sollte sowieso die Finger davon lassen. Mit Bio-Kartoffeln Deiner Marke, liebe Linda, lassen sich nahezu alle Friedfischarten fangen, darunter Brassen, Barben, Döbel, Schleien und viele mehr.
Bratkartoffeln sind ebenfalls ein fängiger Köder. Diese werden ausschließlich auf die Wasseroberfläche geworfen. Es eignen sich nicht die Sorten Cilena, Nicola, Princess, Selma, Agria, Arkula, Berber, Christa, Granola, Laura, Leyla, Marabel, Quarta, Rosara, Satina, Secura, Solara und Likaria. Ratsam ist, die Bratkartoffeln kühl zu lagern, da diese an nassen Sommertagen zu schnell matschig werden. Aus diesem Grund sollte man in regelmäßigen Abständen überprüfen, ob sie noch schwimmfähig sind, da sie sich sont zu schnell auflösen.
Eine Alternative zu Bratkartoffeln, ist Kartoffelsalat mit Frikadelle. Hiermit lassen sich ebenfalls dicke Aale fangen. In Anglerkreisen wird oft darüber gestritten, welche Salatvariation (mit oder ohne Mayonaise) für den Fischfang besser geeignet sei. Die ALDI-und PLUS-Salate erscheinen bei Praxistests gleichermaßen unfängig. Auch hier gilt: Nur Bioware!
Um effektiv zu fischen, verwenden die meisten Angler so genannte „Knollensysteme“. Im Fachhandel erhältliche Hakengeflechte werden an einer Kartoffel befestigt und eingeworfen. Köderfische fängt man am besten mit einer Posenmontage und einem 16er Haken mit einer Saatkartoffel. Räuber wie der Zander beißen dann oft in der Dämmerung und bei Nachteinbruch.
Beim Fischen mit der Reuse verwendet man als Köder 5kg Bio-Kartoffeln im Raschelsack.
Die Aale beissen sich dann schneller fest.
Achten Sie darauf, dass die Reuse bei Niedrigwasser nicht zu sehen ist. Diese Fangmethode ist nicht erlaubt und Angelvereine beschlagnahmen das Gerät sofort.

Achtung:
Das Verwenden von vergammelten Kartoffeln ist Tierquälerei und in Deutschland verboten!

Fortsetzung folgt.





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Torsten Haake-Brandt

7. Der perfekte Kartoffelköder

Vita

Torsten Haake-Brandt
lebt und arbeitet / lives and works / in Hamburg
1958 geboren / born / in Kiel
1980-82 Studium der Freien Kunst / studies of art / Kassel
1991-92 Arbeitsstipendium / work stipend / Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1993 "Warum gerade ich?", Kunst statt Werbung, NGBK, Berlin
1998 Arbeitsstipendium des / work stipend of / Landes Berlin
Arbeitsstipendium / work stipend / Kunstfonds Bonn
2001 Katalogförderung / Catalogue funding /, Senat für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Berlin
2008 KWW-Stipendium, Künstlerdorf Schöppingen


Ausstellungen

Einzelausstellungen /Auswahl) / Personal exhibitions (selection)
1992 Umgraben, Künstlerhaus Bethanien, Berlin (K)***KX, Kunst auf Kampnagel, Hamburg***Kapinos Schauraum, Berlin***Staatsratsgebäude in Ostberlin, Büro des ehem. Staatssekretär der DDR, in Zusammenarbeit mit Michael Kapinos***Büro Haake-Brandt, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, Potsdam***Büro Haake-Brandt, (5 Min. Verwaltung) ZKM, Karlsruhe
1995 Lokaal 01, Breda, Holland***Von 9 bis 5, Dogenhaus Projekte Berlin, Berlin
1999 GEUSTERMOR, Vortragsinstallation, HdK Braunschweig, Kunstverein Freiburg , Kunsthalle Hamburg***GEUSTERMOR (Auto-Repeat), Museumsakademie Berlin
2000 GEUSTERMOR, Edith-Ruß-Haus, Oldenburg
2001 1. Fachgeschäft für Nichts, Galerie Helen Adkins, Berlin***Vom GEUSTERMOR zum 1. Fachgeschäft für Nichts, Kunstverein Hannover
2004 SONDERPOSTEN,1. Fachgeschäft für Nichts, Kunstverein Schwerin
3 – Ein richtig schöner Erfolg, Galerie Bild und Wort, Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl) / Group exhibitions (selection)
1991 Le Monde Critique, Neue Kunst in Hamburg, Kunstverein (K)
1993 Galerie Michel Vidal, Paris
1993 Promotional copy , New York (K)
1994 Von kurzer Dauer, Performance-Tage im Künstlerhaus Bethanien, Berlin,
Märkisches Stipendium, Lüdenscheid
1995 All work no play, Festspielhaus Hellerau, Dresden
My name is nobody, Dirty Windows Gallery, Berlin
1996 All work no play, Acme, Los Angeles
acumulus, Lokaal 01, Breda, Holland
Wrestling with the Sublime, Contemporary German Art from the 1970s through the 1990s, Main Art Gallery, Fullerton, USA (K)
1997 Faktor Arbeit, NBGK, Berlin (K) und Dresden
Hybrid WorkSpace, documenta X,Videopräsentationen (gekaute Kamera) und Podiumsdiskussion zur Zukunft der Arbeit, Kassel
1998 Interim, Schloss Plüschow, Mecklenburg Vorpommern (K)
art club (Video), Mies van der Rohe Pavillon, Barcelona
1999 art club berlin (Video), Information Pavilion Berlin, AU base NY
2000 Arbeitsgeist, Galerie für zeitgenössische Kunst und Arbeitsamt Leipzig
2001 Skulpturen IX, GEHAG FORUM, Berlin
Prominente in der Werbung, Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Bonn
TOP 100, Galerie Helen Adkins, Berlin
2002 Art-On Galerie, Berlin
2003-04 Büro für Landschafts-Kapitalismus (ebay global exhibition)

Seit 2005
Liebe Linda, Arbeit als Kartoffel-Verkäufer, -Künstler -Schriftsteller und –Dichter
2009
Liebe Linda, Neuerscheinung, Kurzgeschichten und Gedichte, Karin Kramer Verlag, Berlin