Torsten Haake-Brandt

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6. Der KEINgartenverein



Weather_cloudsA6-Kartoffel-Versteck  

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Kartoffel Warten Weiterleben
Kartoffel Wohnen Widerstand

Der KEINGARTEN-Verein

Dort, wo man nicht vermutet wird,
versteckt man sich am Besten.

Im Falle eines Linda-Kartoffelverbotes gründe ich einen KEINGARTENVEREIN.
Im dazugehörigen Vereinshaus kann Linda sich dann vor ihren Peinigern versteckt halten.
Erfolgreich, weil niemand sie dort vermuten würde.


Das Keingarten-Vereinshaus als Kartoffelversteck

Das Versteck ist ein Ort, an dem sich Kartoffeln aufhalten, die von potentiellen Feinden nicht bemerkt werden möchten. Ein Versteck dient als passiver Schutz. In diesem Fall spricht man in der Landwirtssprache auch von einem dunklen Untersitz, Knollen-Schlupfwinkel genannt. Ein Versteck ist auch ein Ort, an dem planzliche Besitztümer aufbewahrt werden, um sie dem Zugriff von Anderen zu entziehen,
hier also ein verstecktes Kartoffel-Depot.

Für die Gründung eines Keingartenvereines
zur Rettung der Linda-Kartoffel ist folgendes zu beachten:
Auszüge aus den Bundes-Keingarten-Gesetz:
Ein Dauerkeingarten ist ein Keingarten auf einer Fläche, die im Bebauungsplan für Dauerkeingärten festgesetzt ist. Dauerkeingärten müssen Vereinshäuser besitzen, diese dürfen keine Fenster haben, da Linda nur im Dunkeln überleben kann. Die Häuser sind so nicht einsehbar und das perfekte Versteck für bedrohte Kartoffeln.
Allgemeine Vorschriften
§ 1 Begriffsbestimmungen
Ein Keingarten ist
1. ein Garten, der dem Nicht-Nutzer (Keingärtner) zur nichterwerbsmäßigen nichtgärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Nicht-Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und ausschließlich zur Erholung dient (keingärtnerische Nutzung) und
2. in einer Anlage liegt, in der mehrere Einzelkeingärten mit gemeinschaftlichen Einrichtungen, zum Beispiel Wegen, Spielflächen und Vereinshäusern, zusammengefasst sind (Keingartenanlage).
Kein Keingarten ist
1. ein Garten, der zwar die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllt, aber vom Eigentümer oder einem seiner Familienangehörigen im Sinne des § 8 Abs. 1 des Zweiten Wohnungsbaugesetzes genutzt wird (Eigentümerkeingarten);
2. ein Garten, der einem zur Nutzung einer Wohnung Berechtigten im Zusammenhang mit der Wohnung überlassen ist (Wohnungskeingarten);
3. ein Garten, der einem Arbeitnehmer im Zusammenhang mit dem Arbeitsvertrag überlassen ist (Arbeitnehmerkeingarten);
4. ein Grundstück, auf dem vertraglich Gartenbauerzeugnisse angebaut werden dürfen;
5.ein Grundstück, das vertraglich mit einjährigen Pflanzen bestellt werden darf (Grabeland).

§ 2 Keingärtnerische Gemeinnützigkeit

Eine Keingärtnerorganisation wird von der zuständigen Landesbehörde als gemeinnützig anerkannt, wenn sie im Vereinsregister eingetragen ist, sich der regelmäßigen Prüfung der Geschäftsführung unterwirft und wenn die Satzung bestimmt, dass
1.die Organisation ausschließlich oder überwiegend die Förderung des Keingartenwesens sowie die fachliche Nicht-Betreuung ihrer Mitglieder bezweckt,
2. nicht erzielte Einnahmen keingärtnerischen Zwecken zugeführt werden und
3.bei der Auflösung der Organisation deren Un-Vermögen für keingärtnerische Zwecke verwendet wird.

§ 3 Keingarten und Keingartenlaube

(1) Ein Keingarten soll nicht größer als 3 Quadratmeter sein. Die Belange des Umweltschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege sollen bei der Nicht-Nutzung und Nicht-Bewirtschaftung des Keingartens berücksichtigt werden.
(2) Im Keingarten ist eine Laube in einfacher Ausführung mit höchstens 2 Quadratmetern Grundfläche zulässig; die §§ 29 bis 36 des Baugesetzbuchs bleiben unberührt. Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesondere nach ihrer Ausstattung und Einrichtung, nicht zum dauernden Wohnen geeignet sein.


(3) Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend für Eigentümerkeingärten.

Fortsetzung folgt.





Galerieansicht aller Bilder

Das Keingarten-Vereinshaus

Für Grossansicht klicken Sie auf das Bild
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Das optimale Versteck für Linda

Keingarten-Vereinshaus (mobile Version)




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Torsten Haake-Brandt

6. Der KEINgartenverein

Vita

Torsten Haake-Brandt
lebt und arbeitet / lives and works / in Hamburg
1958 geboren / born / in Kiel
1980-82 Studium der Freien Kunst / studies of art / Kassel
1991-92 Arbeitsstipendium / work stipend / Künstlerhaus Bethanien, Berlin
1993 "Warum gerade ich?", Kunst statt Werbung, NGBK, Berlin
1998 Arbeitsstipendium des / work stipend of / Landes Berlin
Arbeitsstipendium / work stipend / Kunstfonds Bonn
2001 Katalogförderung / Catalogue funding /, Senat für Wissenschaft,
Forschung und Kultur, Berlin
2008 KWW-Stipendium, Künstlerdorf Schöppingen


Ausstellungen

Einzelausstellungen /Auswahl) / Personal exhibitions (selection)
1992 Umgraben, Künstlerhaus Bethanien, Berlin (K)***KX, Kunst auf Kampnagel, Hamburg***Kapinos Schauraum, Berlin***Staatsratsgebäude in Ostberlin, Büro des ehem. Staatssekretär der DDR, in Zusammenarbeit mit Michael Kapinos***Büro Haake-Brandt, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, Potsdam***Büro Haake-Brandt, (5 Min. Verwaltung) ZKM, Karlsruhe
1995 Lokaal 01, Breda, Holland***Von 9 bis 5, Dogenhaus Projekte Berlin, Berlin
1999 GEUSTERMOR, Vortragsinstallation, HdK Braunschweig, Kunstverein Freiburg , Kunsthalle Hamburg***GEUSTERMOR (Auto-Repeat), Museumsakademie Berlin
2000 GEUSTERMOR, Edith-Ruß-Haus, Oldenburg
2001 1. Fachgeschäft für Nichts, Galerie Helen Adkins, Berlin***Vom GEUSTERMOR zum 1. Fachgeschäft für Nichts, Kunstverein Hannover
2004 SONDERPOSTEN,1. Fachgeschäft für Nichts, Kunstverein Schwerin
3 – Ein richtig schöner Erfolg, Galerie Bild und Wort, Berlin

Gruppenausstellungen (Auswahl) / Group exhibitions (selection)
1991 Le Monde Critique, Neue Kunst in Hamburg, Kunstverein (K)
1993 Galerie Michel Vidal, Paris
1993 Promotional copy , New York (K)
1994 Von kurzer Dauer, Performance-Tage im Künstlerhaus Bethanien, Berlin,
Märkisches Stipendium, Lüdenscheid
1995 All work no play, Festspielhaus Hellerau, Dresden
My name is nobody, Dirty Windows Gallery, Berlin
1996 All work no play, Acme, Los Angeles
acumulus, Lokaal 01, Breda, Holland
Wrestling with the Sublime, Contemporary German Art from the 1970s through the 1990s, Main Art Gallery, Fullerton, USA (K)
1997 Faktor Arbeit, NBGK, Berlin (K) und Dresden
Hybrid WorkSpace, documenta X,Videopräsentationen (gekaute Kamera) und Podiumsdiskussion zur Zukunft der Arbeit, Kassel
1998 Interim, Schloss Plüschow, Mecklenburg Vorpommern (K)
art club (Video), Mies van der Rohe Pavillon, Barcelona
1999 art club berlin (Video), Information Pavilion Berlin, AU base NY
2000 Arbeitsgeist, Galerie für zeitgenössische Kunst und Arbeitsamt Leipzig
2001 Skulpturen IX, GEHAG FORUM, Berlin
Prominente in der Werbung, Haus der Geschichte der Bundesrepublik, Bonn
TOP 100, Galerie Helen Adkins, Berlin
2002 Art-On Galerie, Berlin
2003-04 Büro für Landschafts-Kapitalismus (ebay global exhibition)

Seit 2005
Liebe Linda, Arbeit als Kartoffel-Verkäufer, -Künstler -Schriftsteller und –Dichter
2009
Liebe Linda, Neuerscheinung, Kurzgeschichten und Gedichte, Karin Kramer Verlag, Berlin