Heidi Sill

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Ähnliche Wirkungen 2 - Skins 2008

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357f3905cc9acc4aea63a93d60a315471230927262 Mit diesem aktuellen Projekt wende ich mich wieder den „Lebenden“ zu und widme mich den Opfern von Verbrennungen. Dank hoch spezialisierter und eng ineinander greifender Behandlungsmethoden können heute Menschen selbst mit großflächigen und tiefen Verbrennungen gerettet werden, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Überlebenschance gehabt hätten.
Doch trotz aller modernsten Behandlungsmethoden sterben auch viele Menschen an den Folgen der Verbrennungen und landen dann ebenso in der Gerichtsmedizin, da die Suche nach der Ursache der Verbrennung nicht im Unfallkrankenhaus geleistet werden kann. Für dieses Projekt ist es jedoch wichtig dass die Menschen zum Zeitpunkt der fotografischen Aufnahme noch lebendig sind, im Gegensatz zu den Portraits die ich für die Zeichnungen "Ähnliche Wirkungen I – Skins 2006" verwendet habe.

Es bestehen durchaus Ähnlichkeiten in den fotografischen Aufnahmen der lebenden Patienten und den Portraitaufnahmen der Gerichtsmedizin. Gleiche Einstellungen (ich beschränke mich auch hier nur auf die Gesichter und die Fotos dienen lediglich zur Beweisaufnahme und unterliegen keinen ästhetischen Kriterien) und ähnliche schmerz verzerrte Gesichter, jedoch hier bei noch lebenden Menschen, dort Tote.

Sind Unterschiede in den Zeichnungen im Vergleich zu "Ähnliche Wirkungen I" festzustellen? Kann man bei Fertigstellung der Zeichnung - auch hier projiziere ich für eine einzige Zeichnung die markanten Umrisse von etwa 20 - 25 Porträts der Patienten übereinander, bis aus der Bündelung unzähliger Linien so etwas wie eine Zusammenschau der verschiedenen, zu Patienten gewordenen Individuen entsteht - erkennen dass es sich hier um Lebende, dort um Tote handelt? Werden sich die Linien im Gesicht, die bei den Toten Umrisslinien der Todesflecken, bei den Patienten aus der Unfallklinik Verbrennungen darstellen, anders verhalten?
Wie viel Eigenheit, Unterschied, soziale Realität, wissenschaftliche Wahrhaftigkeit nehmen die Zeichnungen eigentlich von ihren so unterschiedlichen Vorlagen in sich auf? Wie viel kann die Kunst von ihr fremden Wirklichkeiten erfassen, wenn sie sich nicht um ihre Handschrift, sondern um eine Art universale, gegenstandsbezogene Genauigkeit bemüht?





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Vita

1986 - 92 Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Rolf-Gunter Dienst und Karl Georg Pfahler
1991 Stipendium Sommerakademie Salzburg bei Roman Opalka
1993 - 95 Projektstipendium des Freistaates Bayern zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses mit verbundenem Reisestipendium USA
1994 Debütantenpreis des Freistaates Bayern
1995 Institut des Hautes Etudes en Arts Plastiques, Paris
1995/96 Cité Internationale des Arts, Paris, La Ville de Paris
1996 Debütantenpreis Paris, Direction d' Affaires Culturelles de la Ville de Paris
1997 Preisträger des Förderkreises Bildende Kunst e.V. Nürnberg
1998 Cité Internationale des Arts, Paris, La Ville de Paris
1999/2000 Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin
2000 Gastdozentin an der Hochschule für Bildende Künste Valence (F)
2000 Kuratorin der Ausstellung "transstruction paris - nürnberg,
Positionen zeitgenössischer französischer Kunst", Kunstbunker Nürnberg
2001 Résidence Couvent de la Tourette (LeCorbusier), Frankreich
2001 Preisträger Kulturforum Franken, Nürnberg
2004 Preisträger, Kunst im Bau, GASAG Berlin
2007 Preisträgerin, Kunst im Bau, Kreishandwerkerschaft Fürth, Bayern
2007 Kuratorin der Ausstellung "Zone de défense", Kohlenhof Kunstverein Nürnberg e.V.
2008 Figurations of Knowledge, Vortrag im Center for Literary and Cultural Research, Berlin
2008 KWW-Stipendium, Stiftung Künstlerdorf Schöppingen


Ausstellungen

E I N Z E L A U S S T E L L U G E N (Auswahl)

2008 Galerie Visite ma tente, Berlin
2006 Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V., Potsdam
2003 Galerie Sima, Nürnberg
2000 Showroom der Galerie Lindig in Paludetto, Nürnberg
1998 Studio de la Penseé Materielle, Paris (F)
1989 Galerie Sima, Nürnberg
1997 Goethe Institut, Paris (F)
1997 Galerie chez Eriko Momotani, Paris (F)
1996 Galerie Jorge Alyskewycz, Paris (F)
1994 Kohlenhof Kunstverein Nürnberg e.V., Nürnberg
1990 Kunsthaus Nürnberg, Nürnberg

G R U P P E N A U S S T E L L U N G E N (Auswahl)

2009
Kunstverein Tiergarten Nord, Berlin
Club Transmediale, Berlin

2008
"Hidden Treasures", General Public, Berlin
"Klub 500", Kunsthaus Erfurt
"Paperfile #2", Galerie oqbo, Berlin
"silent auction", glue, Berlin
"Ende einer Dienstzeit", Oechsner Galerie, Nürnberg

2007
"Kunst im Wald", Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V.
"Summer Camp", Galerie Visite ma tente, Berlin
"Gabriele Münter Preis", Martin Gropius Bau, Berlin und Frauenmuseum, Bonn

2006
"Finissage", 2yk Galerie, Berlin
"Farewell Gostenhof" , Kohlenhof Kunstverein Nürnberg e.V.

2004
"_talking about business", Galerie Sima, Nürnberg
"Rassismus, Sexismus und das Dritte", glue, Berlin
"100 Mona Lisa valent mieux qu'une", L'Espace Paul Ricard, Paris (F)
"Galerie 1:10 Barbara Sturm", Heeresbaeckerei - Kultur, Berlin
"ArtCubicle", Galerie & Projekte Mathias Kampl, München, Berlin

2003
"Grube + Pendel", Positionen + Tendenzen, Kunsthalle Nürnberg, Institut für Moderne Kunst und Kunstverein Nürnberg

2002
"Ida Hill", Participation an einer Arbeit von Franck David, Palais de Tokyo, Paris (F)
"transcube", Stadtkunstprojekt des Kunstvereins Bonn
"imagespassages", Rencontres Video, Annecy (F)
"Station, Stadtionnement, Stationner", Cinema Le Trianon, Paris (F)
"lovely", Kohlenhof Kunstverein Nürnberg e.V., Nürnberg

2001
"Énonce le circonstance", Couvent de la Tourette (Le Corbusier), Lyon (F)
"Ortsbestimmung", Konrad-Adenauer Stiftung, Berlin
"flubdub", Kunsthalle Nürnberg, Nürnberg
"Ferveur", Les Subsistances, Lyon (F)
"Portrait", Galerie Lindig in Paludetto, Nürnberg

2000
Businesstower der Nürnberger Versicherung, Lindig in Paludetto, Nürnberg
"essaye encore", Centre International de la Communication, Roubaix (F)
"Kulturprogramm deutscher Pavillon" - EXPO 2000, Hannover
"include me out", SpaceStudio, London (GB)

1999
"D’un autre point", influ(x), Roubaix (F)
"ZAC -Zone d’Activation Collective", Musée National d’Art Modern, Paris (F)
"plein air", Galerie Valentin, Paris (F)
"la légende de la vie", Le Faubourg, Straßburg (F)

1998
Albrecht-Dürer Gesellschaft, Kunstverein Nürnberg
"La ville en projets", MAGASIN, Centre d'art National de Grenoble (F)

1997
"Avant votre monde", Studio de la Pensée Materielle, Paris (F)
"Fête de l’Art", Aubin Chevallay, Bourg St. Andeol (F)

1996
"Kunstraum Franken", Kunsthalle Nürnberg, Nürnberg
"time capsule", Paula Cooper Gallery, New York (USA)

1995
"Visitation", Galerie chez Eriko Momotani, Paris (F)